Pamir

Tadschikistan ist wie ein ungeschliffenes Juwel, dessen zahlreiche Facetten sich bisher nur demjenigen erschließen, der den Komfort ausgetretener Pfade hinter sich lässt und wirklich etwas erleben und entdecken will! Sehr lange wird das vielleicht gar nicht mehr so sein, denn mit zunehmender wirtschaftlicher Unterstützung des Westens lassen Investitionen in die Infrastruktur auch den Tourismus aufblühen. Noch steckt diese Entwicklung in den Kinderschuhen, aber gerade das macht in den kommenden Jahren auch den ganz besonderen Reiz einer Reise nach Tadschikistan aus. Hier ist man in aller Regel allein unterwegs, begegnet höchst selten einmal anderen Trekkingtouristen.
Unter den Fahrradfahrern hat sich die Faszination des Pamir Highway hingegen schon herumgesprochen – Jahr für Jahr kommen mehr Fernradler, um die legendenumwobene Hochgebirgsdurchquerung unter die Pedale zu nehmen. Und Bergsteiger kommen ohnehin schon seit längst vergangenen Sowjetzeiten in den Pamir, um hier drei der fünf 7000er des berühmten „Schneeleoparden-Quintetts“ zu erstürmen. Ein echter Geheimtipp sind die faszinierenden Gipfel des Pamir erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wieder geworden.
Himmelsstürmende Berge und großartige Landschaften sind längst nicht alles, was das Land im Schnittpunkt der zentralasiatischen Hochgebirge zu bieten hat. Die nahezu vollständig erhaltene sogdische Ruinenstadt des alten Pendschikent gilt als „Pompeji Zentralasiens“. Der Wakhan-Korridor ist ein nach wie vor bestehendes Relikt des „Great Game“ zwischen den russischen und britischen Kolonialmächten um die Vorherrschaft in Zentralasien. Und historisch bedeutsame Stätten begegnen dem Reisenden ohnehin auf Schritt und Tritt – genauso wie immer wieder faszinierende Überraschungen am Wegesrand, wie beispielsweise die heißen Quellen von Garm Shashma und Bibi Fatima.
Im Fan-Gebirge wandert man entlang einer Perlenkette verschiedenfarbiger Seen durch gewaltige Bergwelten mit Tälern voll grüner, würzig duftender Artschagewächse. Und am türkisblauen Iskanderkul, dem „Alexander-See“, kann man einer Legende nach in Vollmondnächten noch heute sehen, wie die Mähne von Alexanders Streitross Bukephalos über das Wasser jagt… Das wahre Highlight des unwegsamen Landes ist jedoch der riesige Pamir mit seinen 7000ern und dem gigantischen Fedschenko-Gletscher – mit 70 km Länge der weltweit längste Gletscher außerhalb der Polargebiete. Nicht umsonst wird der Pamir von den Einheimischen als „Bam-i-Dunja“ – das „Dach der Welt“ bezeichnet – ein Titel, dem die unzähligen Gebirgskämme mit ihren gewaltigen Ausmaßen und ihrer unberührten Einsamkeit absolut gerecht werden!

Unterstützen Sie die Region Pamir

Die Menschen im Pamir leben in teilweise abgelegenen Dörfern, die schwer zugänglich sein können. Aufgrund von Erdbeben haben viele Menschen im Pamir Ihre Häuser verloren. Die medizinische Versorgung in den Dörfern ist oft schwierig. Bartang-has-a-Future und der Pamir-Hilfe e.V. setzen sich dafür ein, dass den Menschen in den Erdbebengebieten geholfen wird.

Bartang-has-a-Future
Pamir-Hilfe e.V.
PamirLink

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